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In der chinesischen Region Ostturkestan (Xinjiang) werden schätzungsweise über eine Million Uigur*innen in Zwangslagern festgehalten. Es gibt Berichte von Folter, Gruppenvergewaltigungen, Zwangssterilisationen, Hunger und unhaltbaren hygienischen Zuständen. [1] Teil dieses Systems ist eine hochtechnologische Massenüberwachung in- und ausserhalb der Lager. 

In diesem Überwachungssystem nimmt der chinesische Konzern Hikvision eine zentrale Rolle ein. Er stellt Technologien bereit, die direkt in den Zwangslagern Verwendung finden. Trotz internationaler Kritik und US-Sanktionen hat sich Hikvision bislang nicht von seinem umstrittenen Geschäftsfeld distanziert. [2]

Die Schweizer Grossbank UBS ist über Anlageprodukte und Dienstleistungen in den Konzern Hikvision involviert und verwaltet zusätzlich als «Nominee-Shareholder» Aktienanteile für unbekannte Investoren [3]. Als international angesehenes Finanzinstitut verschafft sie Hikvision damit nicht nur bedeutende finanzielle Mittel, sondern auch eine Legitimität und ein positives Klima für weitere Investoren. Die UBS unterstützt dadurch ganz direkt die massive Überwachung der Uigur*innen in China und trägt zu den massiven Menschenrechtsverletzungen an der ethnischen Minderheit bei. 

Wir fordern daher von der UBS, ihre Verantwortung wahrzunehmen und sich umgehend aus allen Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen zurückzuziehen, welche mit Hikvision in Zusammenhang stehen. 

***

[1] Gemäss den Recherchen “China Cables” des Journalistennetzwerkes ICIJ, November 2019. 
[2] Gemäss Recherchen der Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV.
[3] In einer früheren Version schrieben wir „Eine der grössten Aktionärinnen von HIKVision ist die Schweizer Grossbank UBS.“ Diese Formulierung war ungenau und wir haben sie am 30.11.2020 um 11h30 präzisiert. 

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