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Sehr geehrter Herr Ringier 

 

Wir beziehen uns auf den Artikel, der diese Woche auf der Blick-Webseite mit dem Titel “Darum brauchen wir eine elektronische Identität” in “Kooperation mit digitalswitzerland” erschienen ist. Aufgrund des vertrauten Layouts und Schriftbilds, sieht der Artikel nach einem redaktionellen Beitrag aus. In Wahrheit handelt es sich aber um eine bezahlte Werbung von digitalswitzerland. Die Leser*innen werden damit bewusst getäuscht. Redaktionelle Inhalte und Werbung sollten klar und sichtbar voneinander getrennt sein. 

 

Kommerzielle Inhalte zu verschleiern, schadet der Glaubwürdigkeit der Blick-Gruppe und somit auch Ringier. Deshalb fordern wir Sie dazu auf, auf Native Advertising zu verzichten. Insbesondere im Abstimmungskampf des E-ID-Gesetzes.

 

Wir appellieren an Sie als Verwaltungsratspräsident, Herrn Marc Walder, Vorsitzender des Group Executive Board und Managing Partner der Ringer AG, klar zu machen, dass redaktionelle Beiträge und Werbung konsequent voneinander zu trennen sind. Nur so kann die Glaubwürdigkeit der Blick-Gruppe und deren Journalistinnen und Journalisten gewahrt werden.

 

Mit freundlichen Grüssen, 

 

Die Unterzeichnenden

 

Warum ist dies wichtig?

 

Die Konzern-Lobby-Organisation digitalzwitzerland schaltet im Blick und auf anderen Online-Portalen politische Werbung für das E-ID-Gesetz, getarnt als redaktionelle Beiträge. Medienportale sollten für Leser*innen Werbung ganz klar von eigenen Beiträgen trennen. Nur so kann eine faire Meinungsbildung und eine funktionierende direkte Demokratie gewährleistet werden.

 

Die kommerzielle Textanzeige von digitalswitzerland unterscheidet sich äusserlich nur wenig von Artikeln, wie sie die Redaktion sonst verfasst. Die Anzeige könnte als journalistischer Meinungsbeitrag durchgehen, wenn die Leserschaft nicht den ganzen Beitrag liest oder auf den kleingedruckten Hinweis achtet.

 

Native Advertising darf in einem Abstimmungskampf nicht zur Norm werden. Es muss verhindert werden, dass auf Dauer solche Formen praktiziert werden.

 

Nächster Schritt - Unser Anliegen teilen

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